Ein Schweizer in Namibia 1906 bis 1909

Der Schaffhauser Hermann Peyer
(1874 - 1923) als Bahnarzt, Diamantensucher und Kleinfarmer in Deutsch-Südwestafrika


Hermann Peyer, ein junger Schaffhauser Arzt, sieht eine Möglichkeit vor sich, voranzukommen und leistet ganz nach dem hippokratischen Eid medizinische Dienste in Deutsch-Südwestafrika, das heutige Namibia. Dabei bleibt er ein Kind seiner Zeit und übernimmt weitgehend den deutschen Regierungsstandpunkt, bzw. teilweise jenen der Siedler.

Im Pioniergeist der Epoche versucht Hermann Peyer sich als Agrar-, Immobilien- und Minenunternehmer und hat Anteil an der Diamantenentdeckung.

Am Ende wird er das Opfer seines übergrossen eigenen Optimismus (versiegende Kredite, keine Stelle), seines Berufseifers (Blutvergiftung) und der noch durch jede grosse Gold- oder Diamantenentdeckung in reichem Mass an die Oberfläche geförderten menschlichen Niedertracht. Tröstlich scheinen aus diesem eher düsteren Bild die Ehrlichkeit und professionelle Tüchtigkeit des Anwalts in Lüderitzbucht und die Solidarität der Familie Peyer heraus.

Ein Stück Geschichte Namibias, ein Stück Geschichte des Diamantenabbaus, ein Stück Auslandschweizergeschichte, eine Seite Familiengeschichte, ein Blatt Mentalitätsgeschichte nach der Jahrhundertwende 19./20., eine faszinierende biographische Skizze.

Hans Berger-Peyers Arbeit liest sich mit Gewinn! Sie überzeugt durch Wahrheitsliebe und Exaktheit in einem keineswegs mehr selbstverständlichen Ausmass.

103 Seiten
Format 155 x 225 mm, broschiert
ISBN 978-3-85648-157-5

CHF 25.00 (inkl. Porto und Verpackung)