Im Einsatz für Sicherheit und Frieden

Der Verteidigungsattaché als Instrument der schweizerischen Militärdiplomatie

Herausgegeben von Hans Eberhart, Markus A. Mäder, Bruno Russi, Marc-Alain Stritt

Mitarbeit von Markus Orgis


In der globalisierten Welt von heute kann Sicherheitspolitik nicht mit den Mitteln von gestern betrieben werden. Die Staatenwelt, in der allein Regierungen agierten und Macht nur aus Kanonen kam, gehört der Vergangenheit an. In heutigen Konflikten setzen verschiedene, staatliche wie nichtstaatliche, offene wie verschleierte Akteure auf hybride Kriegsführung – eine komplexe Mischung etwa aus klassischen Militäreinsätzen, Terror, politischem und wirtschaftlichem Druck, Computerangriffen, Desinformationen und Propaganda in den Medien sowie sozialen Netzwerken.
Das Buch Im Einsatz für Sicherheit und Frieden thematisiert diese komplizierte, unberechenbare und sich rasch verändernde Bedrohungslage als zentrale sicherheitspolitische Herausforderung. In der Grauzone zwischen Frieden und Krieg braucht es als Handlungsgrundlage eine umfassende und vernetzte Strategie, die Eigenständigkeit voraussetzt und kritische Lagebeurteilung, Kooperation und Engagement verbindet. Darin bildet die Militärdiplomatie als Aufgabe der nationalen sicherheits- und militärpolitischen Interessenwahrung im internationalen Umfeld ein unerlässliches Element.
Diese Publikation vermittelt einen neuartigen Zugang zu einer zeitgemässen schweizerischen Sicherheits- und Militärpolitik. Sie ist weniger eine systematische Analyse der Bedrohungspotenziale und destabilisierenden Entwicklungen. Vielmehr behandeln darin ausgewiesene Fachleute die Ursprünge, Entwicklung und den Stellenwert der Militärdiplomatie im Kontext der aktuellen schweizerischen Sicherheits- und Militärpolitik. Sie vermitteln sachkundige und praxisbezogene Einblicke nicht nur in die nützliche Mission, sondern auch in den anspruchsvollen und oft entbehrungsreichen Arbeitsalltag der Schweizer Militärdiplomaten.
Zum ersten Mal liegt eine informative Gesamtschau vor, die Geschichte, Rolle, Aufgaben, Anforderungen, Führung, Leistungen und Einsätze der Verteidigungsattachés objektiv darstellt. Sie ordnet diese in militärwissenschaftliche Erkenntnisse sowie rechtliche und sicherheitspolitische Vorgaben ein. Vorurteilsfrei wird ein Aufgabenspektrum dargestellt, das wesentlich breiter sowie differenzierter ist und damit ein nüchterneres Verständnis der Militärdiplomatie voraussetzt, als es bei oberflächlicher Betrachtung hie und da vereinfachend und verzerrt dargestellt wird.
Dieser Sammelband ist ein unentbehrlicher Beitrag zur Diskussion über aktuelle und langfristige geopolitische Entwicklungen, die Zukunft internationaler sicherheitspolitischer und militärischer Beziehungen sowie über Ziele und Mittel der schweizerischen Sicherheitspolitik. Die Beiträge veranschaulichen den Beruf des Verteidigungsattachés im Dienst von Sicherheit und Frieden und beleuchten dessen eigenstaatlichen wie partnerschaftlichen Nutzen.

462 Seiten, 43 Beiträge (davon 10 auf Französisch und 2 auf Englisch)
Format 175 x 245 mm
Beilage: Übersicht Dispositiv der Verteidigungsattachés (Dezember 2019)
Leinen, gebunden, mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85648-160-5

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Als die moderne Schweiz entstand

Zur Geschichte der Schweiz im 19. Jahrhundert

Marco Jagmetti


Der Einmarsch der Franzosen von 1798 bedeutete das abrupte Ende der alten Eidgenossenschaft unter dem „Ancien Régime“. Die neuen revolutionären Ideen wirkten wie ein Schock und führten in der zentralistischen Periode der Helvetik zu harten Auseinandersetzungen. In der durch Napoleon 1803 wieder etablierten föderativen Struktur begann - mit der Zäsur des Wiener Kongresses 1815 - eine lange Periode der Selbstfindung und zögerlichen Annäherung an moderne freiheitliche Ideen. 1848 gelang dann der Durchbruch zu einem starken demokratischen Bundesstaat, der für das ganze Land eine dynamische politische und wirtschaftliche Entwicklung brachte und aus dem trotz der feindlichen Haltung der umgebenden Monarchien die moderne Schweiz entstehen konnte. Den mutigen Politikern von 1848 und der damals für das Neue offenen Bevölkerung verdanken wir den liberalen Rechtsstaat, der Spitzenleistungen der Industrie, den raschen Bau des Eisenbahnnetzes, den Impuls für die Hochschulen und allmählich auch eine wirtschaftliche Besserstellung der unterprivilegierten Bevölkerungsteile brachte.

Das deskriptiv angelegte und mit rund 250 Abbildungen versehene Werk umfasst die Periode des ganzen 19. Jahrhunderts, mit einem kurzen Rückblick auf die Zeit vor 1798 und zum Schluss noch mit Bemerkungen zur Situation im Ersten Weltkrieg. Dank der klaren Gliederung nach Zeitepochen und Sachthemen, wie Politik und Soziales, Wirtschaft, Geld, Rechtsentwicklung, Religion und Kulturelles, Infrastruktur, Militär und weiteren, eignet sich das Buch, mit Sachregister und Personenregister, auch als Nachschlagewerk.

Der Autor, geboren 1935, hat das Rechtsstudium in Zürich, Genf und Paris absolviert, in Zürich mit dem Doktorat abgeschlossen und in den USA mit einem Masters-Degree ergänzt. Beinahe fünfzig Jahre war er als Wirtschaftsanwalt in einer grossen Kanzlei in Zürich tätig. Während vieler Jahre hatte er Lehraufträge an der damaligen Hochschule St. Gallen und an der Universität in Zürich. Er wirkte in verschiedenen Verwaltungsräten und präsidierte im Nebenamt das Kassationsgericht des Kantons Zürich. Als Mitglied des Verfassungsrates beteiligte er sich aktiv an der Gestaltung der neuen Verfassung des Kantons Zürich.

922 Seiten
Format 175 x 245 mm
Leinen, gebunden, mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85648-158-2

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